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ROBERT CREELEY / SUSANNE DARABAS (ÜBERS.)
HISTOIRE DE FLORIDA
Übers. aus dem amerikanischen Englisch
Juli 2020
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Vielleicht ist der ganze Ort ein gigantischer Pier hinaus
ins Nichts, oder in alles, was anders ist, alles Übrige.


Susanne Darabas' Übersetzung macht Robert Creeleys (1926-2005) Langgedicht Histoire de Florida (1996) erstmals seit der englischsprachigen Erstveröffentlichung als eigenständiges Chapbook verfügbar. In diesem Spätwerk geht Creeley mit einer eindrucksvollen Kombination aus Einfachheit (direkter, assoziativer Stil) und Komplexität vor (ungewöhnliche Zeilen- und Syntaxbrüche, von Darabas mit verschlungener Klarheit vermittelt; Florida als Sehnsuchtsort, post-kolonialer Ort, Ort der Privatiers, Rentner*innen und Urlauber*innen). Eine schonungslose Beschreibung sozialer Landschaft - außen und innen. Insbesondere scheut Creeley dabei nicht das Wagnis, Alter und Lebensende in ihren Äußerungen greifbarer zu machen, und Themen, die anderen als profan, bagatellhaft oder mit Scham behaftet gelten, zu ergreifen und unter der Lupe seiner eigenen Individualität zu betrachten“ (Darabas, Nachwort). 

Als Teil von Creeleys Sammlung Life and Death (1998) mit dem amerikanischen Bollingen Prize in Poetry der Yale Universität ausgezeichnet.

Susanne Darabas ist freie Übersetzerin und Lektorin und schreibt selbst Lyrik und Prosa. Aktuell publiziert sie wenig und führt einen Blog im Niemandsland zwischen Philosophie, Literatur und Kritik, der gerade Winterschlaf hält (www.darabas.de). Sie lebt und arbeitet mit ihrem Mann und ihren Töchtern in München.   


A5, 28 Seiten, mit einem Nachwort der Übersetzerin.

Per paypal:

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ADELAIDE IVÁNOVA / CHRISTIANE QUANDT (ÜBERS.)
DER HAMMER
Übers. aus dem brasilianischen Portugiesisch
November 2019
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wenn iustitia blind ist dann ist nur schampoo neutral“ 

„die menge der durch / einen hammerschlag / freigesetzten energie / entspricht der hälfte / seiner masse mal der geschwindigkeit / im augenblick des aufpralls zum quadrat“

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass sich dieses Buch überholt und kommende Generationen voll Erstaunen und Abscheu von Freisprüchen, victim-blaming und Demütigungen von Frauen, Angehörigen der LBGTQI+ Bewegung und anderen Menschen in den Geschichtsbüchern lesen und sich fragen, wie die Menschheit je so grausam sein konnte. (Christiane Quandt, Übersetzerin)

2018 mit dem Prêmio Rio de Literatura ausgezeichnet.
Die Übersetzung wurde durch den deutschen Übersetzerfonds gefördert.


Adelaide Ivánova (Recife, 1982) ist eine politische Aktivistin und Journalistin, die sich mit Poesie, Fotografie und Übersetzung beschäftigt. Sie gibt das antikapitalistische Zine „MAIS NORDESTES, PFVR!“ heraus und war Mitbegründerin von RESPEITA !, einer Koalition brasilianischer Lyrikerinnen. Sie hat sieben Bücher in Brasilien, Portugal, Großbritannien, USA und Deutschland veröffentlicht. 2018 gewann sie mit „o martelo“ den Rio-Literaturpreis (Garupa, 2017). Seit 2011 lebt sie in Deutschland, wo sie ihren Lebensunterhalt als Live-Model, Aushilfe in allem möglichen, Babysitterin, Kellnerin und mit weiteren alienating Jobs verdient. 

Christiane Quandt ist freie Übersetzerin und Literaturaktivistin. Sie hat u.a. Texte von Carmen Ollé (Peru), César Vallejo (Peru), Esther Andradi (Argentinien), Veronica Stigger (Brasilien) und Ricardo Lísias (Brasilien) übersetzt und sie ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift für lateinamerikanische Literatur alba.lateinamerika lesen. Manchmal schreibt sie auch selbst. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Zwerghamstern in Berlin.  

A5, 52 Seiten

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LOTTA THIESSEN – FRAGMENTS OF BABY
September 2019
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These are gross!!

"I shot the groping brothers"
"lovely little national uterus or what" 

Lotta Thießen is a poet and translator who grew up in Porto and lives in Berlin. Her chapbook In This came out in 2016, and she has published in magazines including Mask, Dinner, Legoville, Architecture et Poesie, and Splinter. She co-runs the magazine and reading series artiCHOKE and edits the internationalist feminist poetry publication Vírgulentxs. Very much interested in kickboxing.

A5, 56 Seiten, in englischer Sprache.  

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AYNA STEIGERWALD – TAGSLICHTDOSEN
Juni 2019
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“wenn fortschritt ist, was in eine kapsel /
passt. ich verpuffe das heute”

Da wo manche Lyrik näher an eine vermeintliche oder gefühlte Realität kommen will, setzt Steigerwald eine Extraschicht dazwischen. Spray auf den Umschlag, der Umschlag ein Container für 24 kurze Gedichte – 24 Stunden, 24 Tags, 24 Mal Belichtung, 24 Dosen, 24 verschlossene Kapseln. Die sprachlichen Oberflächen von Steigerwalds Gedichten sind kontrolliert, perfektioniert, so sorgfältig entwickelt wie die faszinierend glatten Oberflächen industriell gefertigter Produkte. Aber auf welche Monitore, Waren, verschlossene Räume auch immer unsere Aufmerksamkeit fällt, ob auf Raststätten, Kapseln mit Katzen im All, den eigenen Brustkorb: Hinter den Oberflächen lebt Leben bzw. lebte Leben („tot oder lebendig: nur auf verdacht“). Entsprechend zappeln die Gedichte im Kleinsten, wechseln unablässig Modus und Ton, springen unruhig von Vokabular zu Vokabular, setzen zu Stakkato-Schüben an, heben und senken sich, atmen. Die Gedichte sind Körper, zersetzter Funkspruch durch Welten der Distanz. (lj)  


Ayna Steigerwald, geboren 1986 in Brüssel, lebt in Hamburg. Sie studierte in München Literatur- und Theaterwissenschaften (M.A.); als selbstständige Autorin schreibt sie Lyrik / Theatertext und arbeitet gelegentlich in der freien Theaterszene. Zudem veranstaltet sie Lesungen und ist beteiligt an Kunstprojekten (wie den Foto-Text-Installationen mo|men|tos). Sie ist Mitglied der Initiative Unabhängige Lesereihen e.V. und des writers’ room Hamburg.

A5, 28 Seiten.


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MARTY HIATT – PARAPHRENIA
Veröffentlicht im Januar 2019
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There is a spaciousness to the lines, and yet a falling motion so strong it allows for no pause. The poem as information stream: ranging from the trivial and tender (“a little wobbly loving hug”) to our separate situation (“ever since liberalism realised it only needed a few liberal subjects”).

“i actually cant wait for someone to steal my online identity and do all my social media, email, shopping, events, travel, dating, headlines, sport, finance, fashion, entertainment, weather, porn, banking, spying, trolling, livejournaling, flaming, bumping, camrolling, snapchatting, clickbaiting, data harvesting, hacking, deep faking, drug dealing, pirating and identity theft for me”


Marty Hiatt is a poet and translator from Melbourne. He runs bulky news press and works for the Artichoke reading series in Berlin. Recent books include back to noise (2018), the manifold (2017) and hard-line (2016), and recent poems can be found in dinner, scallysub, flash cove, and past simple.

A4, 88 pages. 


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GLOBAL PEACE PATH: Poetry Collection / Gedichtband

Poems by students from the University of Munich and asylum seekers from Karlsfeld and Munich
Gedichte von Studierenden der LMU München und internationalen Partner*innen mit Fluchterfahrung aus Karlsfeld und München
Published by the Department of TEFL at LMU Munich and Weitblick - Students in Action e.V., in cooperation with MATERIALS | MATERIALIEN
Veröffentlicht vom Department of TEFL der LMU München und Weitblick - Students in Action e.V., in Zusammenarbeit mit MATERIALS | MATERIALIEN
Published June 2018
Veröffentlicht im Juni 2018
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From the introduction:
“This poetry collection is the result of a cooperation between students from the University of Munich and asylum seekers from Karlsfeld and Munich. During two full-day workshops, participants collaboratively wrote poems on the topic of peace and translated them into three languages. Altogether, participants created poems in thirteen languages. The poems were then printed on signs and permanently erected alongside Karlsfelder See, a lake to the northwest of Munich.”

Aus der Einleitung:
„Der vorliegende Gedichtband entstand im Rahmen eines Kooperationsprojekts zwischen Studierenden der LMU München und internationalen Partnern mit Fluchterfahrung aus Karlsfeld und München. Gemeinsam verfassten sie in zwei ganztägigen Workshops Gedichte zum Thema Frieden und übersetzten sie jeweils in drei Sprachen. Insgesamt liegen Gedichte  in dreizehn Sprachen vor. Die Gedichte wurden auf Schilder gedruckt und dauerhaft am Karlsfelder See aufgestellt.“

For the pdf and more information: https://www.tefl.anglistik.uni-muenchen.de/projects-events/globalpeacepath/index.html

To order a physical copy, please e-mail materials.materialien[at]gmail.com.


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FRANCES KRUK – STECKNADEL
Übers. v. Koshka Duff
Veröffentlicht im Mai 2017
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„Die Arbeitsteilung in der Herstellung von Stecknadeln (und der große nachfolgende Anstieg von Arbeit)“: Adam Smiths Verlautbarung prangt auf der Rückseite einer jeden britischen 20-Pfund-Note. Im Hintergrund der Banknote vergehen diejenigen, um deren Arbeit es geht. Frances Kruks STECKNADEL (engl. PIN, 2014) zoomt hinein in Zonen der Arbeitswelt, holt hervor Geister, Fleisch, Spinnen, Stühle, Münder, Kopfhaut, Schuppen, Flecken, Stiche, Atem, Feuer, die Verschwundenen und Verschwindenden.

„nerven, in denen wir fühlen – das ausschalten
der lichter
die ausschaltung der lichter“


Frances Kruk ist kanadisch-polnisch-britische Lyrikerin und Künstlerin. Veröffentlichungen (Auswahl): Lo-Fi Frags in Progress (London: Veer, 2015), PIN (London: yt communication, 2014), DWARF SURGE (London: yt communication, 2013). 

Koshka Duff, Übersetzerin von STECKNADEL, ist Aktivistin, Musikerin, und Filmemacherin aus Schottland. Seit der Studentenbewegung 2010 ist sie in London tätig, engagierte sich bei ‚Cops Off Campus‘ sowie Streiks des Reinigungspersonals und anderer prekärer Arbeiterinnen an der University of London. Sie lehrt Philosophie an King’s College London.

36 Seiten, mit sieben Collagen der Autorin.


Stecknadel inkl. Versand / incl. postage